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Von erschlagenen Missionaren und kleinen Klösterchen
Frühes Christentum im Oldenburger Münsterland

Das mittelalterliche Sachsen war eine große Landschaft zwischen Ems und Elbe, der Nordsee und den Mittelgebirgen. Im Jahr 772 erklärte der fränkische König Karl der Große dem wilden Volk der heidnischen Sachsen den Krieg. Nach gut dreißig Jahren konnte sich Karl endlich als Sieger wähnen. Er hatte schließlich die Region nicht nur seinem Reich einverleibt, sondern auch ihren Bewohnern, den Sachsen, das Christentum gebracht. Dazu wurden überall im neuen Reichsteil Kirchen und Klöster errichtet, die Missionaren gewissermaßen als Ausgangspunkte dienten. Einer der Missionare in Sachsen hieß Gerbert-Castus. Er stand der Missionszelle Visbek als Abt vor und soll maßgeblich verantwortlich für die Christianisierung des heutigen Oldenburger Münsterlandes gewesen sein.
In dieser vermeintlich eindeutigen Überlieferung entstanden jedoch Risse, als 2012 viele Urkunden als Fälschungen entlarvt wurden, die für die Christianisierung Sachsens von hoher Bedeutung waren. Seitdem ist in die Diskussion um die Christianisierung Sachsens Bewegung gekommen. Vieles, was vorher gesichert war, ist in Frage gestellt worden. Dies gilt auch für die Missionszelle Visbek und Gerbert-Castus.
Dieser Vortrag möchte an diese Debatte anknüpfen und einen aktuellen Überblick über die Geschichte des frühen Christentums im Oldenburger Münsterland bieten.

Von erschlagenen Missionaren und kleinen Klösterchen
Frühes Christentum im Oldenburger Münsterland

Das mittelalterliche Sachsen war eine große Landschaft zwischen Ems und Elbe, der Nordsee und den Mittelgebirgen. Im Jahr 772 erklärte der fränkische König Karl der Große dem wilden Volk der heidnischen Sachsen den Krieg. Nach gut dreißig Jahren konnte sich Karl endlich als Sieger wähnen. Er hatte schließlich die Region nicht nur seinem Reich einverleibt, sondern auch ihren Bewohnern, den Sachsen, das Christentum gebracht. Dazu wurden überall im neuen Reichsteil Kirchen und Klöster errichtet, die Missionaren gewissermaßen als Ausgangspunkte dienten. Einer der Missionare in Sachsen hieß Gerbert-Castus. Er stand der Missionszelle Visbek als Abt vor und soll maßgeblich verantwortlich für die Christianisierung des heutigen Oldenburger Münsterlandes gewesen sein.
In dieser vermeintlich eindeutigen Überlieferung entstanden jedoch Risse, als 2012 viele Urkunden als Fälschungen entlarvt wurden, die für die Christianisierung Sachsens von hoher Bedeutung waren. Seitdem ist in die Diskussion um die Christianisierung Sachsens Bewegung gekommen. Vieles, was vorher gesichert war, ist in Frage gestellt worden. Dies gilt auch für die Missionszelle Visbek und Gerbert-Castus.
Dieser Vortrag möchte an diese Debatte anknüpfen und einen aktuellen Überblick über die Geschichte des frühen Christentums im Oldenburger Münsterland bieten.
08.12.23 07:59:58